05 | 09 | 2010
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Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes! Prediger 3,13
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Schuld und Vergebung im Licht von Psalm 32

Der 32. Psalm gehört zu den Dankliedern innerhalb des Psalters. Sie nehmen thematisch besonders die Erfahrung des Glaubens in den Blick, wollen aber anleiten zum Bekennen und andere aufrufen hierin mit einzustimmen. Themen des 32. Psalms sind Schuld und Vergebung. Der Auftakt dieses Dankpsalms sind zwei „Glückwünsche“. Der Beter teilt uns seine Freude über die Vergebung seiner Sünden mit und wirbt dadurch andererseits darum, dass auch wir uns unsere Schuld von Gott vergeben lassen, damit auch wir mit in den Jubel eines neuen Anfangs einstimmen können. Im Hebräischen Urtext gibt es drei unterschiedliche Wörter für Schuld, die bei genauerer Betrachtung verschiedene Aspekte beleuchten. Einmal bezeichnet es das Losreißen von Gott, dann die Verfehlung oder Abirrung von Gottes Geboten und schließlich die Verkehrung oder Verzerrung des Lebens. Alle diese Aspekte der Schuld kennzeichnen den Sünder. Wer sich von Gott losreißt, nicht mehr in der Gemeinschaft mit ihm lebt und sich von ihm nicht mehr durch seine Gnadengaben beschenken lässt, hält seine Gebote nicht und lebt in der Verzerrung – in der Disharmonie – zu Gott. Die folgenden Verse erzählen uns, wie der Beter das Wunder der Vergebung in seinem Leben erlebt hat. Das Losreißen von Gott, die Übertretung seiner Gebote und das Leben ohne ihn, führen den Beter geradezu über die seelischen in körperliche Beeinträchtigungen. Er fühlt sich förmlich von Schuld zerfressen, die auf ihn lastet. Erleichterung erfährt der Beter erst als er Gott seine Sünde bekennt und zu seiner Schuld steht. Er sagt: „Ich“. Und das ist auch ein Merkmal in der Beichte, dass ich „ich“ sage. Es sind nicht die Umstände oder andere, sondern ich. Auf das Bekenntnis der Schuld reagiert Gott mit der Vergebung. Auf diese Weise wird ihm leicht ums Herz. Die Erzählung der persönlichen Verzweiflung geht über in die Erfahrung der Freiheit. Wer sich an Gott klammert, darf sich auch bei ihm geborgen wissen. Dieses Ereignis der Vergebung Gottes um Christi willen geschieht in der Beichte durch die Lossprechung im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes unter Handauflegung. Er führt uns dadurch in die Freiheit, die uns einen neuen Anfang schenkt zwischen Gott und unserem Nächsten. Wie der Psalmbeter im 32. Psalm können wir uns dann freuen und jubeln, dass wieder ein Gespräch mit Gott und unserem Mitmenschen möglich ist. Gemeinsam können wir Gott danken für seine Vergebung in Jesus Christus, unserem Herrn.

 

 
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Herzliche Einladung zum Beichtgottesdienst um 09.30 h und zum Sakraments-gottesdienst um 10.00 h am 15. Sonntag nach Trinitatis, Sonntag, 12. September 2010.
Tipp
Herzliche Einladung zum Kreuzgespräch und Synodalreferat mit Bischof Hans-Jörg Voigt am Samstag, 20.11.2010 um 16.00 h. Thema: Hölle und Verdammnis - Realtität oder Druckmittel der Kirche? Um 18.00 h wird ein Beicht- und Sakramentsgottesdienst gefeiert, in dem Bischof Voigt die Predigt halten wird.